Am 01.12.2025 war es soweit, wir haben die Zulassung als pflegerisches Wundzentrum von den gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Somit können wir jetzt nicht nur Fachkräfte zu Wundexperten ICW und Fachtherapeuten ICW fortbilden, sondern wir können nun auch Betroffenen direkt helfen.
Sie haben eine Wunde, die nicht heilt?
Was müssen Sie nun tun damit wir Ihnen helfen können.
Das Wundzentrum Beyerlein ist ein spezialisiertes pflegerisches Wundzentrum und rechtlich einem Pflegedienst zuzuordnen, gemäß dem SGB V § 37 häusliche Krankenpflege. Jedoch ist unsere Zulassung auf die Versorgung von Patienten mit chronischen oder/ und schwerheilenden Wunden beschränkt. Wie beispielsweise Wunden aufgrund Diabetes mellitus, Liegegeschwüre (Dekubitus) oder das „offene Bein“. Aber auch großflächige Wunden oder Wunden aufgrund von Verbrennungen oder ähnlichem.
Das heißt, der behandelnde Hausarzt entscheidet ob es sich in Ihrem Fall um einen chronische bzw. schwer heilende Wunde handelt. Sollte dies der Fall sein und Ihr behandelnder Arzt möchte uns zur Versorgung hinzuziehen, benötigen wir eine Verordnung häusliche Krankenpflege für die Versorgung einer CHRONISCHEN WUNDE.
Sie finden das Wundzentrum in der Hofer Straße 20 in 95326 Kulmbach.
Telefonisch erreichen Sie uns ab 09:00 Uhr unter der 09221/8784420
oder unter dem nachfolgendem Link werden Sie direkt zur Internetseite des Wundzentrums weitergeleitet, wo Sie weitere Informationen finden.
Die Wundspülung ist ein grundlegender und oft unterschätzter Bestandteil einer effektiven Wundversorgung. Sie dient dazu, eine Wunde von Verunreinigungen, Fremdkörpern, abgestorbenem Gewebe, Wundbelägen (Fibrin, Biofilm), überschüssigem Exsudat und Keimen zu befreien. Eine gründliche Wundreinigung ist unerlässlich, um Infektionen vorzubeugen, die Heilung zu beschleunigen und die optimale Wirkung nachfolgender Wundauflagen zu gewährleisten.
Warum ist Wundspülung so wichtig?
Infektionsprophylaxe: Die Entfernung von Keimen und Schmutz aus der Wunde reduziert das Risiko von Infektionen erheblich.
Förderung der Wundheilung: Saubere Wunden heilen schneller und komplikationsärmer ab. Wundbeläge und Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) können die Bildung neuen Gewebes behindern.
Beurteilung der Wunde: Erst nach einer gründlichen Spülung ist eine genaue Beurteilung der Wundsituation, des Wundgrundes und des umliegenden Gewebes möglich. Dies ist besonders wichtig bei der Anwendung von Hydrokolloidverbänden oder Hydrogelen, da deren gebildetes Gel leicht mit Eiter verwechselt werden kann.
Optimierung der Wirkung von Wundauflagen: Viele moderne Wundauflagen entfalten ihre volle Wirkung nur auf einem sauberen Wundgrund.
Geeignete Spülflüssigkeiten
Die Wahl der richtigen Spülflüssigkeit ist entscheidend. Sie sollte bestimmte Kriterien erfüllen, um die Wunde nicht zu schädigen und die Heilung nicht zu beeinträchtigen:
Sterilität: Die Spüllösung muss steril sein, um keine zusätzlichen Keime in die Wunde einzubringen.
Farblos und geruchlos: Dies erleichtert die Beurteilung der Wunde.
Hypoallergen: Um Reizungen oder allergische Reaktionen zu vermeiden.
Nicht resorbierbar: Die Lösung sollte nicht vom Körper aufgenommen werden.
Erwärmbar: Eine auf Körpertemperatur erwärmte Spüllösung ist für den Patienten angenehmer, reduziert Schmerzen und beeinflusst die Wundheilung nicht negativ.
Atraumatisch: Der Spüldruck sollte ausreichend sein, um Verunreinigungen zu entfernen, aber nicht so stark, dass er das empfindliche Wundgewebe verletzt.
Gängige Spüllösungen:
Isotonische Kochsalzlösung (NaCl 0,9%): Eine weit verbreitete und gut verträgliche Lösung zur mechanischen Reinigung.
Ringerlösung: Ähnlich der Kochsalzlösung, enthält aber zusätzlich Kalium- und Kalzium-Ionen, die das Risiko von Elektrolytverschiebungen im Wundbereich verringern können. Auch zum dauerhaften Feuchthalten von Wunden geeignet.
Polyhexanid-haltige Wundspüllösungen (z.B. Prontosan® , Lavanid® ): Diese Lösungen enthalten antimikrobielle Substanzen und schützen vor Keimwachstum. Sie werden häufig bei infizierten oder chronischen Wunden eingesetzt und sind in der Regel gut gewebeverträglich.
Hypochlorit-Lösungen (z.B. Lavanox®,Microdacyn® ): Diese Lösungen basieren auf Elektrolyse von Kochsalz und Wasser und besitzen ebenfalls eine breite antimikrobielle Wirkung ohne bekannte Resistenzen.
Nicht mehr zeitgemäße oder ungeeignete Substanzen für die Wundspülung:
Erwärmung der Spüllösung: Falls möglich, die Spüllösung vor der Anwendung auf Körpertemperatur erwärmen.
Applikation:
Die Spüllösung kann direkt aus der Flasche auf die Wunde gegeben werden, idealerweise mit leichtem Druck, um Verunreinigungen auszuschwemmen. Bei tiefen Wunden oder Fisteln kann ein kurzer Katheter verwendet werden.
Alternativ kann die Lösung auch auf sterile Kompressen aufgetragen und die Wunde damit gereinigt werden. Dabei immer von der saubersten zur unreinsten Stelle vorgehen.
Der Druck sollte ausreichend sein, um die Wunde gründlich zu reinigen, aber nicht zu stark, um das Wundgewebe zu reizen oder zu beschädigen.
Entfernung von Wundbelägen: Je nach Art und Menge des Wundbelags können zusätzlich mechanische Hilfsmittel (z.B. Tupfer, spezielle Wundreinigungsinstrumente) eingesetzt werden, immer unter strenger Beachtung der Sterilität.
Abtrocknen: Nach der Spülung die Wundumgebung vorsichtig mit sterilen Kompressen abtupfen. Die Wunde selbst sollte feucht bleiben, um ein optimales Wundmilieu zu gewährleisten.
Weitere Wundversorgung: Nach der Reinigung kann die Wunde mit einer geeigneten Wundauflage versorgt werden.
Besondere Aspekte
Chronische Wunden: Bei chronischen Wunden ist die Wundspülung oft ein wiederkehrender und entscheidender Schritt im Wundmanagement, um Biofilme und Beläge zu entfernen.
Ambulanter Bereich: Im ambulanten Pflegebereich sind besondere Kenntnisse und eine sorgfältige Durchführung der Wundspülung notwendig, um optimale Ergebnisse zu erzielen und Infektionen zu vermeiden.
Kostenübernahme: Wundspüllösungen gehören in der Regel nicht zur Kassenleistung und sind somit meist nicht erstattungsfähig.
Fazit
Die Wundspülung ist ein unverzichtbarer Schritt in der modernen Wundversorgung. Durch die Wahl der richtigen Spüllösung und eine sachgerechte Anwendung können Infektionen effektiv verhindert, die Wundheilung optimal unterstützt und der Patientenkomfort verbessert werden. Bei Unsicherheiten sollte stets ärztlicher oder fachkundiger Rat eingeholt werden.
Zur Frage, ob eine Wundreinigung mit Trinkwasser erfolgen kann, nimmt die Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention in der Empfehlung „Infektionsprävention in Heimen“ Stellung (www.rki.de > Infektionsschutz > Krankenhaushygiene >Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene). In Kapitel 6.4.1 Wundverbände wird ausgeführt: „Jede Spülflüssigkeit muss steril sein. Leitungswasser ist nicht frei von Mikroorganismen“.
Eine Kernaussage ist: „Wenn Wasser zur Wundreinigung genutzt wird, muss es dem Standard entsprechen, dem Arzneimittel und Medizinprodukte zur Anwendung an der Wunde genügen müssen… Da unmittelbar aus dem Hahn entnommenes Trinkwasser diesen Standards nicht entsprechen kann, ist seine Anwendung zur Wundspülung nur im Notfall vertretbar. Bei Verwendung endständiger Sterilfilter am Wasserauslass kann Trinkwasser jedoch die nötige mikrobiologische Reinheit erreichen.
Hinsichtlich der Haltbarkeit der für Spülungen verwendeten Lösungen müssen die Angaben der Hersteller beachtet werden.
Zum Spülen von Wunden dürfen nur sterile Lösungen verwendet werden.1
Die Haut- Pflege und Schutz als Basis der Wundheilung, so heißt unsere Rezertifizierungsveranstaltung für Wundexperten und alle Interessierten im Dezember. Aber warum haben wir diesen Titel gewählt?
Die Auswahl erfolgte aufgrund des zuletzt veröffentlichten Expertenstandard des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, “ Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“ und der jetzigen Jahreszeit.
Der Wechsel von warmer und kalter Umgebung in Kombination mit Wechsel von trockener zu feuchter Luft sowie dicke kratzige Wollpullover und weitere Einflüße beanspruchen die Haut sehr.
Zudem kommen noch ganzjährige berufliche Einflüsse wie Schwitzen oder Chemikalien, seien es Händedesinfektionsmittel in Gesundheitsberufen oder Lebensmittelbetrieben oder Öle und Schmierfette im Handwerk, diese belasten die Haut ungemein. Auch mechanische Reize durch Arbeit mit Werkzeugen oder im Sport lassen die Haut trocken und rissig werden oder es bilden sich Hornhautschwielen.
Inkontinenz oder Hilfsmittel sind ebenfalls belastend für die Haut, Kompressionsstrümpfe oder Orthesen reiben und7oder verursachen Juckreiz. Was zu Verletzungen durch Kratzen führt.
Doch was tun? Welches Creme oder Lotion ist die richtige?
Um etwas Licht in dieses Thema zu bringen beschäftigen wir uns am 14.12.2024 einen ganzen Tag mit unserer Haut und Ihrer Pflege sowie dem Schutz. Wir unterscheiden Schutz von Pflege aber werden auch auf die Möglichkeiten sanfter und schonender Hautreinigung eingehen und werden einige Produkte näher beleuchten.
Zudem werden wir das Thema im Shop angehen und die nächsten Wochen verschiedene Produkte zur Hautpflege, zum Hautschutz aber auch zur Wundreinigung anbieten.
Hyperoil® distributed by: Principelle Deutschland UG Klinkerstraße 51 25436 Moorrege Germany T +49 4122 927 818 0 F +49 4122 927 818 18 E info@principelle.de W www.principelle.de Manufactured by: RI.MOS. S.R.L, Via A. Manuzio 15, 41037 Mirandola (MO), Italy
Der Name von WUP Wundumgebungspflege hat sich geändert in SINJA Wundumgebungspflege und wird jetzt von der SinJaMed UG hergestellt. Aber das Produkt ist nach wie vor rein pflanzlich, ohne chemische oder synthetische Duftstoffe und ohne Farb- oder Konservierungsstoffe.
Die Inhaltsstoffe sehen Sie weiter unten in der Bilderfolge.
SINJA Wundumgebungspflege hilft beanspruchter Haut für eine natürliche Regeneration und ist ab sofort auch bei uns im Shop erhältlich.
Quelle: Principelle Deutschland UG, 25436 Moorrege
Zwei Neuigkeiten gibt es auf der Homepage! Zum einen sind wir anerkannter Seminaranbieter der ICW für die Fortbildung zum Fachtherapeut Wunde ICW und haben seit heute das Anmeldeformular online.
Der Kurs startet Fachtherapeut Wunde ICW als auch der Kurs Fachtherapeut Wunde ICW Modul 1 – HKP Richtlinie starten im März 2025.
Zudem ist seit heute unser Shop online, wir versuchen das Angebot monatlich zu erweitern, guckt doch einfach rein.
Hyaluronsäure ist ein saures, hochvisköses, stark wasserbindendes Glykosaminoglykane (GAG) aus 1,4-verknüpften Hyalobiuronsäure-Einheiten (beta-Glucuronido-N-acetylglucosamin). Sie kommt im Organismus in der Grundsubstanz des Bindegewebes, in der Gelenkschmiere, Nabelschnur, Haut und im Glaskörper des Auges vor. Ihre Abbau erfolgt durch die Hyaluronidase, beta-Glucuronidase und N-Acetylglucosaminidase. Primäre reguliert die Hyaluronsäure die Zellpermeabilität, verhindert das Eindringen infektiöser Keime und ist selbst eine Gleitsubstanz.
Eigenschaften der Hyaluronsäure:
Feuchtigkeitsspeicherung: Hyaluronsäure hat eine außergewöhnliche Fähigkeit, große Mengen an Wasser zu binden. Diese Eigenschaft trägt zur Aufrechterhaltung einer optimalen Feuchtigkeitsbalance in der Wunde bei. Die angemessene Feuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für das Zellwachstum und die Zellmigration, die für eine effektive Wundheilung erforderlich sind.
Förderung der Zellmigration und -proliferation: Hyaluronsäure interagiert mit spezifischen Rezeptoren auf der Oberfläche von Zellen und fördert dadurch deren Bewegung zur Wundstelle. Darüber hinaus kann sie das Zellwachstum stimulieren, was zu einer beschleunigten Heilung beiträgt.
Entzündungshemmung: Hyaluronsäure besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, da sie die Freisetzung von entzündungsfördernden Molekülen reduzieren kann. Eine übermäßige Entzündungsreaktion kann die Wundheilung verlangsamen, daher kann die entzündungshemmende Wirkung von Hyaluronsäure die Heilungszeit verkürzen.
Gewebsregeneration und Narbenbildung: Hyaluronsäure fördert die Produktion von Kollagen, einem Hauptbestandteil der extrazellulären Matrix. Dies unterstützt die Bildung von neuem Gewebe in der Wunde und kann helfen, die Bildung von überschüssigem Narbengewebe zu reduzieren.
Aufgrund dieser positiven Eigenschaften wird Hyaluronsäure häufig in der Wundbehandlung eingesetzt. Es gibt verschiedene Formen von Hyaluronsäure-Produkten, wie Gele, Salben oder Sprays, die direkt auf die Wunde aufgetragen werden können, um die Heilung zu unterstützen. In einigen Fällen kann auch die Injektion von Hyaluronsäure in die Wunde erwogen werden, um die Wundheilung zu fördern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Anwendung von Hyaluronsäure in der Wundbehandlung von verschiedenen Faktoren abhängt und immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen sollte.
Ich werde Sie entsprechend vormerken und informieren.
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Aktuelle Kurse "Fortbildungsseminar Fachtherapeut Wunde ICW®
Es ist aktuell ein Kurs verfügbar:
Kurszeitraum vom 28. Februar 2026 bis 25. Juli 2026.
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